Auf der anderen Seite des Weges

Im Monat November vermissen wir unsere Verstorbenen vielleicht mehr als sonst. Ein schöner Text von Charles Peguy (franz. Schriftsteller, 1873 – 1914) gibt Hoffnung, dass es eine Verbindung mit ihnen über den Tod hinaus geben kann.

Der Tod ist nichts.
Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das was ich für Euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich.
Betet für mich, damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war –
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg – nur auf der anderen Seite des Weges.