Oppumer Kleinkunstfestival – Das ist ja wohl das Letzte (hier)

Nachdem sich vor 2 Jahren die Kleinkunstfestival-Truppe schon von der Pandemie nicht hat unterkriegen lassen, so können auch die Abrisspläne für das Schutzengel Pfarrheim die Veranstalterinnen nicht stoppen. In diesem Jahr fand also das 14. Oppumer Kleinkunstfestival statt. Nach ungefähr einer Woche Aufbau und Gestalten des Geländes konnte das Programm am Donnerstag, den 04.08.2022, mit dem „Bands and Friends“-Abend beginnen. Musikerinnen aus Oppum und Umgebung, und sogar aus Köln traten auf, und begeisterten die Besucherinnen. „Privacy Please“,die zum ersten Mal dabei waren, sowie die gerngesehenen Gäste, Emma „whenlifegivesyoulemmen“, „Rythm Of Cure“ und „Sweet Corrosion“ gestalteten den abwechslungsreichen Abend. Freitags stellte der Kinderchor St.Augustinus geleitet von Christoph Scholz, das Musical „David“ von Andreas Hantke vor, welches sowohl zugehörige Eltern, als auch alle anderen Anwesenden mit auf eine spannende Reise nahm. Ebenfalls mit musikalischer Unterstützung von Christoph Scholz, konnten im zweiten Teil des Abends Solistinnen, passend zum Thema des Abends: „Best Of Musical“, ihr Können beweisen und Stücke aus Musiktheater und Co. vorstellen. Die Vorstellenden schlüpften in verschiedenste Rollen und es endete mit einer gemeinsamen Zugabe ein gelungener Abend.


Für den Abend des 06.08. hatte das Team einen interaktives Quiz vorbereitet. Mit Hilfe des Programms kahoot.it konnte das gesamte Publikum mit den Kandidatinnen (Seniorinnen, dargestellt von Vertreterinnen der Theatergruppe „Rampenfieber“) mitraten und am Ende der ersten Hälfte des Abends wurde sogar ein Gewinner gekürt, welcher für den letzten Abend kostenlosen Eintritt erhielt. Die Improvisationstheathergruppe „Theater Ohne Alles“ aus Hüls, begeisterte das Publikum genauso sehr wie vor zwei Jahren beim letzten Mal, und trotz einzelner liebgemeinten lokalpatriotischen Sticheleien wurden die Spielenden mit tosendem Applaus begrüßt wie verabschiedet.

Auch der festliche, ökumenische Kleinkunstgottesdienst fand am Sonntagvormittag mit anschließendem, gemeinschaftlichem Brunch statt. Nachdem ein neues Fass in die Zapfanlage gestellt wurde, konnte auch der letzte Abend des Kleinkunstfestivals beginnen.

Das Programm des traditionellen Kleinkunstabends wurde auch in diesem Jahr bis zum Beginn des Abends geheim gehalten. Hinter dem abendlichen Karten- und Oppumer (Wertmarken)-Verkauf mussten die Zuschauerinnen Kartons bis zum Backstagebereich tragen, was den einzige Hinweis auf das Abendprogramm darstellte. Nach der schweren Arbeit durften sich die Besucher*innen dann auf ihre Plätze begeben, und der Ihnen sicherlich bekannten A-Capella Gruppe „Pink Propellers“ lauschen. Henry Kolnsberg gab einen Auszug aus einem Stand Up Programm zum Besten, welches dafür sorgte, dass die ein oder andere Träne vor Lachen die Tribüne benetzte. Auch alle weiteren musikalischen und künstlerischen Beiträge, wie beispielsweise die HipHop Gruppe begeisterten das Publikum. Der letzte von mehreren Sketchen, welche vom Organisationsteam aufgeführt wurden, rundete den Abend humoristisch ab, bevor alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne gebeten wurden. Mit riesigem Applaus wurden die Verantwortlichen des OKKFs gelobt. Und mit dem Abbau am Montag, zu dem viele Helfende erschienen, war das dann wohl das Letzte (hier).

Emma Lemmen
Fotos: Andreas Gebauer